"In der Praxis sein" - come together

"Everything can change, the world can break into thousand pieces you stay the same."  Rebecca Bakken                         

 

Mit diesem Liedtext lässt sich mein eigener Weg in Worte fassen, beruflich und ganz persönlich - in Veränderung sein und dennoch bleiben wer ich bin, ist eine ermutigende Erfahrung, auch für meine Arbeit als Psychotherapeutin. Es geht immer darum mit der jeweiligen Gegebenheit "zusammenzukommen" - ein ständiges "come together" mit sich selbst, anderen Menschen und mit allem was das Leben so bietet, auch mit der eigenen Lebensgeschichte.

 Start where you are. Use what you have. Do what you can. Dein Weg entsteht, indem du ihn gehst.

"In der Praxis sein" - das ist achtsam und präsent sein

und eine Lebensweise pflegen, in der es gelingt, mit sich selbst gut in Kontakt zu sein. Das heißt, die eigenen Grenzen, die Ressourcen, die Kraft, Gefühle und Absichten spüren. Es bedeutet sich gewahr zu sein, wer man ist und was man ist und mit allem was einen ausmacht in Verbindung zu sein - sogar mit dem Schmerz und der Angst.

"In der Praxis sein" - das ist die therapeutische Haltung

und bedeutet, achtsam, wertungsfrei und absichtlos wahrzunehmen, was hier & jetzt als Resonanz in der Begegnung entsteht. Wenn es gelingt, auf diese Weise Unbewusstes zu spüren, kann es in den Entwicklungsprozess einfließen - als sich lösende Blockierung, als Ressource oder als belebende Kontakterfahrung.

Achtsamkeit, Gewahrsein, Präsenz als Grundhaltung sind das Herzstück der Arbeit in der Praxis - in jeder Beziehung.

"In der Praxis sein" - das ist eine Grundhaltung zum Leben

die, idealerweise ins alltägliche Leben einfließt und in heilsamer Weise wirksam wird...Das gelingt (mir) an manchen Tagen gut, und dann wieder geht es darum sie zu üben und (mich) bewusst zu entscheiden sie zu praktizieren indem ich inne halte, achtsam bin, mir gewahr werde...